Fühlen heißt von innen heilen

Texte zur Gefühlsschule

Fühlen heißt von innen heilen

Gefühlsschule mit Martin Rubeau

Gefühle geben unserem Leben Geschmack, Farbe, Richtung und Tiefe. Sie haben eine zentrale Funktion für unser Leben, die weit über das hinausgeht, was wir als „das Bauchgefühl“ bezeichnen. Gefühle geben uns Orientierung, wenn unsere Gedanken widersprüchlich sind und uns verwirren. Und vor allem: Gefühle lassen uns mit anderen in Resonanz treten und schaffen Lebensfreude. Nun wird niemand von sich sagen, dass er oder sie gar nichts fühlt. Doch bei genauerem Hinsehen haben die meisten Schwierigkeiten in unserem Leben damit zu tun, dass wir nicht oder nur wenig fühlen. Deshalb gibt es die „Gefühlsschule“.

Wir haben das Fühlen verlernt

Geboren wurden wir mit der voll ausgebildeten Fähigkeit zu fühlen. Weil die meisten von uns jedoch nicht ausreichend geliebt wurden, haben wir uns zurückgezogen und unsere Gefühle abgespalten. Dieser früher sinnvolle Schutzmechanismus hat sich verfestigt und steht uns heute im Weg: wir sind als Kämpfer unterwegs, haben Bindungsängste, sind depressiv, tun uns schwer mit Kontakt, halten uns mit Scheinbefriedigungen über Wasser, vermissen Intimität etc. Diese Zusammenhänge sehen und verstehen wir. Wie kommt es aber, dass wir uns wider besseres Wissen immer wieder so verhalten, wie es uns nicht gut tut? Weil etwas verstehen nicht bedeutet, dass wir es auch fühlen können. Nur wenn wir etwas in der Tiefe unseres Seins fühlen, kann Bewegung und Veränderung stattfinden.

Gemeinsam fühlt sich’s leichter

Die Gefühlsschule ist zunächst eine „Wahrnehmungsschule“: Gefühle, Emotionen, Gedanken und Verhaltensweisen wahrnehmen, ohne sie zu beurteilen. Wie erlebe ich mich selbst und in Beziehung? Wir üben miteinander, unsere Gefühle auszudrücken. Und wir zeigen uns auch, wenn wir gar nichts oder fast nichts fühlen. Was uns anfangs vielleicht schwer fällt und hölzern wirkt, wird in einer liebevollen Umgebung immer leichter. Hildegard von Bingen sagt es so: „Solange wir nicht zulassen, dass unsere Mitmenschen an unserem Innersten teilhaben, gibt es keine Geborgenheit.“ Atmen, Tanzen und Bewegung sind Begleiter auf dieser Entdeckungsreise. Die Gruppe ist ein Schutzraum, in dem wir uns ausprobieren und erfahren, dass wir nicht alleine sind.

Ein weiterer Schritt zur Heilung liegt darin, abgespaltene Gefühle wie Einsamkeit, Verlassenheit, Wut, aber auch Gefühle wie Sinnlichkeit und Großartigkeit etc. neu zu entdecken und anzunehmen. Dabei werden die Strategien sichtbar, mit denen wir versuchen, unsere Begrenzungen und Schattenseiten zu verstecken: Zynismus, Depression, innere Emigration, Selbstmitleid, Entscheidungsunfähigkeit, Süchte, Ambivalenz etc Wie immer geht es darum, uns mit all dem liebevoll anzunehmen – auch dies geht im Rahmen einer Gruppe unendlich viel leichter als allein. Es kann sogar Spaß machen und es schafft tiefe Verbundenheit. Wenn wir uns auf diesen Prozess einlassen, werden wir immer weniger automatisch reagieren auf das, was das Leben uns präsentiert – sondern bewusst antworten. Wir werden (wieder) Kraft und Lust in uns spüren.

Gefühle sind innerer Reichtum

Ziel der Gruppe ist es, unser “Gefühlsrepertoire” zu entwickeln: Wir werden feinsinniger und gefühlsbetonter, wacher, intuitiver, unsere Begegnungen werden intensiver und nährender. Schritt für Schritt streifen wir die Opferrolle ab und übernehmen die Verantwortung für unser Leben: aus automatischen Reaktionen auszusteigen, kann eine beglückende Erfahrung sein! Je mehr wir unsere Gefühle fühlen und mit anderen in Resonanz treten können, umso mitfühlender werden wir. Umso mehr können wir uns selbst und andere lieben und das Geschenk unseres Lebens in seiner unendlichen Vielfalt annehmen.

 

 

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