Hilfe und Unterstützung

Hilfe und Unterstützung

Auf jeder Reise gibt es zeitweise Weggefährten. Der Therapeut und/oder die Gruppe können den Reisenden unterstützen und inspirieren, vor verdeckten Fallen warnen, auf unerwartete Ausblicke hinweisen und seine Kräfte mobilisieren. Auch hier seien beispielhaft einige hilfreiche Zutaten auf dem Weg genannt.

Nachholende Entwicklung
Lust auf Veränderung
Offenheit und Experimentierfreude
Annehmen all unserer Gefühle
Selbstverantwortung
Unfreiheit aufdecken und anerkennen
Gegenwärtig sein
Leichtigkeit und Freude
Loslassen
Nicht-Wissen

blume13px_03Nachholende Entwicklung

Frühe Mangelerfahrungen können durch Annehmen und durch eine nachholende Entwicklung geheilt oder zumindest gelindert werden. Voraussetzung dafür ist eine liebevolle, sichere und geschützte Atmosphäre.
In der Einzelarbeit und vor allem in meinen Gruppen spielen die Berührung, das Halten und Gehaltenwerden, das miteinander Atmen, die körperliche Geborgenheit eine große Rolle. Wenn wir uns sicher fühlen, können wir unseren frühen Verletzungen begegnen, sie vielleicht schrittweise heilen und uns selbst und die Welt neu und mit mehr Liebe erfahren.

blume13px_03Lust auf Veränderung 

Alles Leben ist Veränderung, alles ist im Fluss, sagen die Mystiker. Anhaftung schafft Leid, sagt Buddha. Stillstand bedeutet, sich gegen den Fluss des Lebens zu stemmen. Und es stimmt: wer an Bestehendem festhalten möchte, wird früher oder später Schwierigkeiten bekommen, leiden und letztlich scheitern. Es ist sozusagen unsere energetische Pflicht, uns mit dem Leben zu verändern, Veränderung zu bejahen, sie einzuladen und willkommen zu heißen.

blume13px_03Offenheit und Experimentierfreude

Unser im Laufe unseres Lebens entwickeltes Selbstbild ist häufig sehr beschränkt: so und so sind wir und so nicht, das und das können wir und dies und das geht auf gar keinen Fall. Tatsache ist: wir sind viel mehr als wir glauben, wir nutzen unser Potenzial nur zu einem Bruchteil, es lohnt sich unbedingt, öfter mal etwas auszuprobieren. Im Moment des Erlebens können wir dann viel besser spüren, ob etwas zu uns passt oder nicht. Um ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Erfahrungen zu machen, sind Offenheit und eine gewisse Experimentierfreude außerordentlich hilfreich.

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Annehmen all unserer Gefühle 

Und zwar wirklich aller. Der offensichtlichen ebenso wie der versteckten. Jedesmal, wenn wir z.B. Ärger oder Wut spüren, können wir davon ausgehen, dass dies nur die oberste Schicht unserer Gefühle ist und dass darunter noch viele andere stecken wie Enttäuschung, Verletztheit, Schmerz, Angst, Hilflosigkeit. Alle Gefühle zuzulassen ist ein Schlüssel zur Befreiung.  Es geht nicht in erster Linie darum, mit unseren Gefühlen etwas zu tun, sondern eher neugierig zu registrieren, was diese Gefühle gerade ausgelöst hat und welches Gefühl sich vielleicht noch unter dem zeigt, das ich gerade wahrnehme – und was wiederum darunter liegt….

Selbstverantwortung

Viele sagen, die Selbstverantwortung sei das Nadelöhr zum Aufwachen, zur Veränderung. Solange wir die Umstände da draußen für unseren Zustand da drinnen verantwortlich machen, halten wir uns in der Opferhaltung gefangen – solange sind Bewegung und Veränderung nicht in der Tiefe möglich.

Unfreiheit aufdecken und anerkennen

Von klein auf sind wir Erfahrungen und Bewertungen von anderen ausgesetzt – was richtig und falsch ist, was sich gehört und was nicht. Man hat uns beigebracht, wie wir die Welt zu sehen haben und wie wir uns zu verhalten haben, um dazu zu gehören. Wir haben eine fremde Welt und oft sogar ein fremdes Selbst übernommen, meistens ohne uns dessen bewusst zu sein. Diesen Vorgang nennt man Konditionierung. Als Kinder haben wir enorme Anpassungsleistungen vollbracht – als Erwachsene können wir uns aus dieser Anpassung wieder befreien. Wenn wir wirklich WIR SELBST werden wollen, gilt es unsere Konditionierungen aufzuspüren und ihre Auswirkungen auf unser heutiges Leben anzuerkennen. Durch dieses Anschauen, Bewusstmachen und uns darüber Austauschen entziehen wir diesen Konditionierungen nach und nach ihre Macht über uns und gewinnen mehr Freiheit.

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Gegenwärtig sein

Alles ist JETZT. Was zählt, ist der gegenwärtige Moment. Jeder weiß, wie gut es sich anfühlt, ganz im Moment und ganz DA zu sein. Wenn nichts anderes zählt, wenn kein Gedanke an gestern oder morgen uns vom gegenwärtigen, vollen Erleben ablenkt.

Zielgerichtetes Denken ist nützlich, um unser tägliches Leben zu meistern, um praktische Anforderungen zu erledigen. Wenig hilfreich und unserer vollen Präsenz abträglich ist hingegen das zwanghafte, in der Tendenz sorgenvolle und sich ständig wiederholende Denken. Da wir dies jedoch weder abstellen noch überwinden können, gilt es ihm einen angemessenen Platz zu geben, es einfach nicht so wichtig zu nehmen. So wie Meditierende üben, die Gedanken wie Wolken weiter ziehen zu lassen oder wie einen Fluss, an dessen Rand wir stehen, dem wir zusehen, in den wir aber nicht hinein springen.

Leichtigkeit und Freude

Die Vorstellung, dass persönliche und spirituelle Entwicklung letztlich nur mit Disziplin, Strenge und vielleicht sogar Entsagung zu erreichen ist, ist weit verbreitet. Ich gehe im Gegenteil davon aus, dass Wachstum und Veränderung  natürliche Vorgänge sind, die auch leicht und freudvoll geschehen können. Wenn du etwas tust, das du liebst, und wenn du es bewusst voll und ganz genießt, dann macht dich das wacher. Nähe zu anderen, Humor, Vertrautheit und die Dinge nicht gar so ernst zu nehmen, kann uns darin unterstützen, mit Leichtigkeit und Freude Berge zu versetzen – äußere und innere.

blume13px_03Loslassen

Wenn wir festhalten, leiden wir. Um diese einfache Wahrheit kommen wir nicht herum, ob sie uns nun passt oder nicht.
Das Leben präsentiert uns irgendeine Situation, die wir nicht akzeptieren wollen. Nicht die Situation an sich kreiert unser Leid, sondern unsere Haltung von „Nein“ zu dieser Situation. Es lohnt sich also, das Loslassen zu üben. Gelegenheiten zum Üben erlebt jeder von uns täglich.

blume13px_03Nicht-Wissen

Das Leben ist letztlich nicht planbar – auch wenn es uns ständig eingeredet wird und wir es gern so hätten. Keiner weiß, was der nächste Moment bringt. Es verunsichert, sich in diesen Zustand des Nicht-Wissens zu begeben. Und es kann aufregend, prickelnd und sehr lebendig sein, nichts zu wissen. Es macht uns wach. Wache Menschen, wie z.B. Buddha und Jesus, sind häufig auf der Reise anzutreffen, weil sie die Verunsicherung des Nicht-Wissens suchen und aushalten.

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kombilogo 06.12.

 

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