Die Magie der Veränderung

Die Magie der Veränderung

Wir wären gern entspannt(er). Wir wären gern glücklich(er). Wir würden gern (mehr) in uns ruhen. Wir wären gern erfolgreich(er). Wir wären gern beziehungsfähig(er). Der Wunsch nach Veränderung scheint ein zentrales Thema für uns zu sein. Dieser Wunsch macht unser Menschsein aus – er ist in uns angelegt, er treibt uns an, er lässt uns auf die Suche gehen.

Wer hat nicht schon einmal die beglückende Erfahrung gemacht, dass sich die Welt plötzlich anders zu drehen scheint, weil sich etwas in seinem/ihrem Verhalten oder Erleben verändert hat? Und genau so gut kennt vermutlich jeder auch die Schwierigkeit, Gewohnheiten nicht nur einmal oder zweimal, sondern nachhaltig zu ändern. Die Schwierigkeiten auf dem Weg zu nachhaltiger Veränderung spielen in der beratenden, begleitenden und therapeutischen Arbeit mit Menschen immer wieder eine Rolle. Die folgenden Ausführungen sind das Ergebnis jahrelanger Beobachtungen und unzähliger Erfahrungen – eigener sowie in der Arbeit mit Klienten. „Wie geschieht Veränderung?“ ist die Weiterentwicklung und Differenzierung des Therapeutischen Paradoxons der Humanistischen Psychologie, und das zweite Kapitel „Wie stabilisiere ich Veränderung?“ untersucht die Hintergründe, warum es so schwierig ist, Veränderung nachhaltig zu etablieren, also nicht immer wieder in alte Verhaltensmuster zurück zu fallen, und wie dies gelingen kann.

Möge dieser Text seine Leser anregen und inspirieren!

Teil 1
Wie verändern wir uns?
 
Wie geschieht Veränderung?

Wir alle haben Wünsche und Sehnsüchte, viele von uns hätten gerne andere oder bessere Lebensumstände, viele von uns würden ihre Umgebung oder sich selbst gerne (ver-)ändern. Die Mystiker sagen, alles Leben sei Bewegung. Es gibt keinen Stillstand, ob es uns nun passt oder nicht – wir befinden uns in diesem Fluss des Lebens und nehmen damit auch an dem Fluss der Veränderung teil. Wir wollen uns hier jedoch nicht mit den ohnehin geschehenden Veränderungen beschäftigen, sondern mit solchen, die wir für uns persönlich erstrebenswert finden. Ein wesentliches Motiv für Veränderung ist, dass wir glücklicher sein wollen. Unserem persönlichen Glück stehen häufig innere Begrenzungen, alte Konditionierungen, Verhaltens- und Sichtweisen sowie Glaubenssätze im Wege. Hier können wir ansetzen, hier können wir uns verändern und so zu einem glücklicheren, erfüllteren Lebensgefühl finden.

Was braucht es, um Veränderung zu initiieren und zu gestalten? Im folgenden beschäftigen wir uns mit dem Prozess von Veränderung und teilen diesen in vier Schritte ein:

Erster Schritt: Wahrnehmen, was ist – die wertfreie Wahrnehmung kultivieren
Zweiter Schritt: Annehmen, was ist
Dritter Schritt: Verantwortung übernehmen
Vierter Schritt: Das Feld für Veränderung und die Rolle der Absicht

Hier weiterlesen: Der komplette Text zu Teil 1

 

Teil 2
Wie stabilisiere ich Veränderung?

Im ersten Teil dieses Beitrags wurde der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung, Akzeptanz, Verantwortung und Veränderung hergestellt. Es wurde gezeigt, wie unter günstigen Bedingungen und mit einem Quentchen Magie Wachstum und Veränderung stattfinden kann.

Im folgenden soll es nun darum gehen, wie wir die Veränderung stabilisieren können. Denn das kennen wir mit Sicherheit alle: wir haben etwas begriffen, wir reagieren anders, wir verändern uns, wir sind vielleicht begeistert oder erleichert, wir freuen uns…. und dann nagt die Gewohnheit an uns, dann sind wir nicht ganz wach und fallen wieder zurück in alte Gewohnheiten, in alte Verhaltensweisen.

Was wir also wirklich gut gebrauchen können ist ein Werkzeug, das uns hilft, Veränderungen dauerhaft zu etablieren. Wir brauchen stabilisierende Maßnahmen, wir brauchen Hilfsmittel, um dem Sog des von Eckhart Tolle so genannten „Schmerzkörpers“ zu widerstehen. Um den Rückfall in alte Verhaltensmuster nicht einfach geschehen zu lassen ist es notwendig, unser Leidenspotenzial zu vermindern. Wenn wir nicht achtsam sind, wenn wir nicht gewahr sind, wenn wir „faul“ oder lethargisch sind, wenn wir immer wieder dem Vertrauten folgen und uns dem Auftauchen gewohnter Gedanken schleifen unterwerfen, dann erleben wir höchstwahrscheinlich einen „Rückfall“. Allzu oft ist es so, als hätte gar keine Veränderung statt gefunden. Um diese Rückfälle zu verhindern ist es sehr hilfreich zu wissen, wie dieser Prozess abläuft. Wenn wir wissen, wie genau es zu einem Rückfall kommt, können wir eine Methode praktizieren, die dies verhindert.

Hier weiterlesen: Der komplette Text zu Teil 2

 

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